Startseite » Dies und das » Capture One ändert das Lizenzmodell
Dies und das

Capture One ändert das Lizenzmodell

Angesichts des Black Friday Angebots von Capture One hatte ich tatsächlich überlegt, mir die aktuelle Version Capture One 23 (16.x) zuzulegen. Ich habe es letztlich nicht getan, in erster Linie, weil ich die letzte Version auch nur sehr sporadisch genutzt hatte.

Gestern nun hat Capture One Änderungen bekannt gegeben, die die Lizenzbedingungen für die Vollversion ändern. Während bislang Updates auch neue Features mitbringen konnten, soll es in Zukunft nur noch Service-Releases geben, also Fehlerkorrekturen etc. Und zwar so lange, bis ein neuer Major-Release (also bspw. Version 24) veröffentlicht wird. Wer neue Features nutzen möchte, muss sich in Zukunft die nächsthöhere Version kaufen.

Gelten soll das für alle Käufe nach dem 1.2.2023. Wer vor diesem Zeitpunkt die aktuelle Version erworben hat, erhält bis zum 30.9.2023 wie gewohnt alle Updates. Wer jedoch nach dem 1.2.2023 kauft, kann nur noch mit Bugfixes rechnen (immerhin).

Die Wellen schlagen recht hoch bei den Nutzern, wie man unschwer an den Kommentaren unter der Ankündigung oder in der Capture One Community erkennen kann. Und auch anderswo wird heftig diskutiert, vielfach wird die Vermutung laut, dass die Anwender Richtung Abo gedrängt werden sollen. Was ich persönlich für nicht allzu unwahrscheinlich halte, schließlich funktioniert das anderswo ja ebenfalls. Allerdings sieht hier die Preisgestaltung ein klein wenig anders aus: Während das Photo-Abo von Adobe mit Lightroom, Lightroom Classic und Photoshop für 11,89 € im Monat (als Jahresabo) doch recht attraktiv ist, erhalte ich bei Capture One für umgerechnet 18,25 € im Monat (als Jahresabo) nur dieses eine Programm.

Allerdings: Auch bei Adobe wurde damals der Untergang prophezeit, als das Abo-Modell eingeführt wurde. Dort war der Schritt sogar noch rigoroser als jetzt bei Capture One, es gab schlicht keine neuen Vollversionen mehr. Daher denke ich, dass wohl einige Anwender abwandern werden, letztlich aber im Großen und Ganzen der Schritt für Capture One keine großen Folgen haben wird. Schade ist es dennoch, aus Sicht der Anwender.

Avatar-Foto

Mirko

Hallo, ich bin Mirko und blogge (mit Unterbrechungen) seit 2004. Ich bin seit 30 Jahren in der IT tätig, kreativer Kopf und Freizeitfotograf mit langjähriger Erfahrung auch im Bereich Design und Bildbearbeitung.

Ich fotografiere aktuell mit meiner Nikon D750, bevorzugt Menschen. Meine erste DSLR war eine Nikon D70, die später durch eine Nikon D300 ersetzt wurde. Bearbeitet werden meine Aufnahmen in der Regel in Adobe Lightroom Classic und Adobe Photoshop. Einfach, weil ich gefühlt schon immer damit arbeite.

Hier möchte ich sowohl meine Fundstücke aus dem Web, als auch meine Erfahrungen oder auch Experimente teilen. Wenn ich über Produkte berichte, dann schreibe ich immer und in jedem Fall meine persönliche Meinung. Es ist nicht möglich, hier positive Beiträge oder Empfehlungen zu kaufen. Auch hier vorgestellte Produkte sind, sofern im Beitrag nicht anders gekennzeichnet, aus eigener Tasche bezahlt und nicht gesponsert.

1 Kommentar

Zum Kommentieren klicken