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Photoshop 25.5 (Februar-Update): Das ist neu

Im aktuellen Update hat Adobe nicht so viele Neuerungen eingebaut, was ich persönlich gar nicht schlimm finde. Lieber wenige neue Features, dafür aber gut und fehlerfrei. Die vollständige Liste der Änderungen umfasst daher diesmal nur 2 Einträge.

Die erste Änderung halte ich persönlich für nicht der Rede wert: Die Funktionen der Textwerkzeuge sind nun auch auf der kontextbezogenen Taskleiste verfügbar. Nett, für mich selbst aber nicht wichtig, zumal bei meinen Einstellungen jetzt unmittelbar untereinander 2 Mal die gleichen Funktionen auftauchen.

Dass für mich keinerlei Vorteil dieses Features erkennbar ist, ist allerdings nicht damit gleichzusetzen, dass es niemand anderem nützt. Ich selbst benötige es lediglich nicht so unbedingt.

Für wesentlich bedeutsamer halte ich die 2. Änderung, da sie ein Problem angeht, mit dem ich häufiger zu tun habe: die Wiederverwendung von Einstellungsebenen. Ich kannte bislang 2 Möglichkeiten, einmal erarbeitete Looks immer wieder verwenden zu können. Genau genommen 3, wenn man das Öffnen einer alten PSD-Datei und das Herauskopieren der Einstellungen als eigene Methode sehen will. Eine Methode hatte ich in diesem Quick-Tipp einmal vorgestellt, eine weitere Methode wäre der Export des Looks als LUT. Letzteres verbunden mit dem Nachteil, nachträglich keine Feinkorrekturen an einzelnen Einstellungsebenen mehr vornehmen zu können.

Adobe scheint den Bedarf erkannt zu haben, denn mit dem letzten Update wurden die Korrekturvorgaben nun etwas sinnvoller nutzbar. War man bislang auf die von Adobe mitgelieferten Vorgaben angewiesen, so kann man jetzt eigene erstellen, sie exportieren und an anderer Stelle wieder importieren. Was, das zeigt die Erfahrung, wieder neue Einnahmequellen für manche generieren könnte … Aber sei es drum, das Feature selbst ist absolut sinnvoll und sehr hilfreich.

Im Reiter Korrekturen finden ihr ab sofort unter den Korrekturen-Presets einen neuen Bereich “Deine Vorgaben”. Warum Adobe hier einmal von Korrekturvorgaben, einmal von Korrekturen, Presets und hier nun nur von Vorgaben spricht, ist ein wenig unklar, spielt aber nur eine untergeordnete Rolle, wenn überhaupt.

Wie funktioniert das also?

Das kleine Plus-Symbol rechts verleitet nahezu, darüber ein Preset zu erstellen. Allerdings wird das Symbol erst dann aktiv, wenn sich mindestens eine aktive Einstellungsebene im Bild befindet. Zudem muss auch mindestens eine Einstellungsebene selektiert sein. Dann kann ich das Plus-Symbol anklicken und es öffnet sich ein Fenster, in dem ich neue Vorgabe benennen und speichern kann. Im Anschluss erscheint diese dann mit einem kleinen Icon unter “Deine Vorgaben”.

Dieses Icon verhält sich nun original so, wie wir es von den bisherigen Presets kennen. Ein Mouseover generiert ein Preview, ein Klick aufs Icon wendet die Vorgabe an.

Beim Erstellen der Vorgaben gibt es allerdings etwas sehr Wichtiges zu beachten: Es werden ausschließlich die selektierten Einstellungsebenen mit in die Vorgabe übernommen! Bei der hier gezeigten Selektion würde die gespeicherte Vorgabe lediglich die Verlaufsumsetzung beinhalten. Gradationskurven, Color Lookup etc. wären in der Vorgabe nicht gespeichert.

Entweder wählt man also per Shift-Select alle Einstellungsebenen an, bevor man eine neue Vorgabe erzeugt, oder aber man geht den Weg, den auch mein Screenshot zeigt: Man legt sich eine Ebenengruppe nur für die Einstellungsebenen an. Ist ohnehin sinnvoll, um bei umfangreicheren Projekten den Überblick zu behalten. Dann muss man nur noch die Ebenengruppe auswählen und alle darin enthaltenen aktiven Ebenen werden mit gespeichert. Ausgezeichnet!

Benutzerdefinierte Vorgaben exportieren oder importieren ist ebenfalls ganz leicht. Will ich nur eine einzelne Vorgabe exportieren, dann klicke ich auf die 3 Punkte hinter dem Icon und dann auf Exportieren. Über das Menü des Korrekturen-Tabs kann ich Vorgaben importieren oder alle meine Vorgaben in einem Rutsch exportieren.

Mirko

Hallo, ich bin Mirko und blogge (mit Unterbrechungen) seit 2004. Ich bin seit 30 Jahren in der IT tätig, kreativer Kopf und Freizeitfotograf mit langjähriger Erfahrung auch im Bereich Design und Bildbearbeitung.

Ich fotografiere aktuell mit meiner Nikon D750, bevorzugt Menschen. Meine erste DSLR war eine Nikon D70, die später durch eine Nikon D300 ersetzt wurde. Bearbeitet werden meine Aufnahmen in der Regel in Adobe Lightroom Classic und Adobe Photoshop. Einfach, weil ich gefühlt schon immer damit arbeite.

Hier möchte ich sowohl meine Fundstücke aus dem Web, als auch meine Erfahrungen oder auch Experimente teilen. Wenn ich über Produkte berichte, dann schreibe ich immer und in jedem Fall meine persönliche Meinung. Es ist nicht möglich, hier positive Beiträge oder Empfehlungen zu kaufen. Auch hier vorgestellte Produkte sind, sofern im Beitrag nicht anders gekennzeichnet, aus eigener Tasche bezahlt und nicht gesponsert.

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