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Lightroom an den eigenen Workflow anpassen

Im Laufe der Zeit entwickelt wahrscheinlich jeder seinen Workflow bei der Bearbeitung von Fotos. Es vereinfacht eben auch vieles, wenn man einfach immer auf die gleiche Weise vorgeht. Zuerst Weißabgleich korrigieren, dann Belichtung und so weiter. “From top to bottom” wäre so ein Prinzip: Oben anfangen und dann Stück für Stück nach unten durcharbeiten. “Oben” wären im Fall von Lightroom dann die Grundeinstellungen, gefolgt von Gradationskurve und Farbmischer. “Unten” angekommen wären wir dann bei der Kalibrierung.

Ob diese Arbeitsweise jedem zusagt, sei einmal dahingestellt. Ich persönlich finde es komfortabler, mich so nach unten durchzuarbeiten. Allerdings sind manche Dinge nach meiner Logik nicht an der richtigen Stelle. Kalibrierung würde hier an ganz zum Schluss passieren, viel zu spät. Das sollte doch vor dem Color-Grading passieren, am besten noch vor dem Farbmischer. Also wildes herumspringen in den Bedienfeldern. Oder?

Viele wissen noch nicht, dass wir die Reihenfolge, ja sogar die Sichtbarkeit der Bedienfelder in Lightroom seit Version 8.1 anpassen können. Mittels Rechtsklick auf die Bedienfelder öffnet sich ein Menü unter dem Mauszeiger und via “Entwicklungs-Bedienfeld anpassen” gelangen wir in den Bearbeitungsmodus.

Hier kann ich nun einfach per Drag’n Drop die Reihenfolge meinen Bedürfnissen bzw. meinem Workflow anpassen. Ich persönlich blende allerdings lieber nichts aus, evtl. verwende ich ja doch mal etwas oder vielleicht nutze ich ja mal ein Preset und dort ist etwas aktiviert, was ich dann nicht sehen würde. Aber ich habe hier alle Elemente, die ich am seltensten benutze, ganz nach unten verschoben. Beispielsweise nutze ich fast nie Transformieren oder Objektivkorrekturen. Somit muss ich es nicht überspringen, sondern es ist eben unten. Und die Kalibrierung rutscht bei mir an 3. Stelle.

Ich fahre so ganz gut in meinem Workflow, Ihr habt da möglicherweise andere Anforderungen. Aber ich empfinde es als hilfreich, mich mit meinem Workflow nicht an die Oberfläche anpassen zu müssen, sondern die Oberfläche an meinen Workflow.

Mirko

Hallo, ich bin Mirko und blogge (mit Unterbrechungen) seit 2004. Ich bin seit 30 Jahren in der IT tätig, kreativer Kopf und Freizeitfotograf mit langjähriger Erfahrung auch im Bereich Design und Bildbearbeitung.

Ich fotografiere aktuell mit meiner Nikon D750, bevorzugt Menschen. Meine erste DSLR war eine Nikon D70, die später durch eine Nikon D300 ersetzt wurde. Bearbeitet werden meine Aufnahmen in der Regel in Adobe Lightroom Classic und Adobe Photoshop. Einfach, weil ich gefühlt schon immer damit arbeite.

Hier möchte ich sowohl meine Fundstücke aus dem Web, als auch meine Erfahrungen oder auch Experimente teilen. Wenn ich über Produkte berichte, dann schreibe ich immer und in jedem Fall meine persönliche Meinung. Es ist nicht möglich, hier positive Beiträge oder Empfehlungen zu kaufen. Auch hier vorgestellte Produkte sind, sofern im Beitrag nicht anders gekennzeichnet, aus eigener Tasche bezahlt und nicht gesponsert.

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