Fundstücke

„Die Nachtwache“ von Rembrandt ultrahoch aufgelöst

Das wohl größte und detailreichste Foto eines Gemäldes hat das Rijksmuseum Amsterdam auf seiner Website veröffentlicht. Es handelt sich hierbei um ein Foto des Gemäldes „Die Nachtwache (De Nachtwacht)“ des niederländischen Malers Rembrandt van Rijn.

Das Foto hat eine gigantische Auflösung von 717 Gigapixeln. Erreicht wurde die Auflösung mithilfe einer Hasselblad H6D 400 MS mit 100 Megapixeln, mit der insgesamt 8439 Fotos des Gemäldes aufgenommen wurden. Jedes dieser einzelnen Fotos bildet einen Bereich von 5,5 cm x 4,1 cm ab, damit entspricht der Abstand von 2 Bildpunkten im Foto einer realen Abmessung von 5 Mikrometer (0,005 Millimeter). Das fertig gestitchte Foto umfasst ein Datenvolumen von 5,6 Terabyte, gestitcht wurde wohl in einer speziellen Software mit Hilfe von künstlicher Intelligenz.

Das Gesamtwerk könnt Ihr Euch auf der Website des Rijksmuseums bis ins kleinste Krakelee hinein anschauen, selbst Pigmente und kleinste nachträgliche Reparaturen sind deutlich erkennbar. Der Ausschnitt im Artikelbild zeigt noch lange nicht die höchste Detailstufe. Die Navigation innerhalb des Gemäldes erfolgt so, wie man es von Google Maps her kennt. Und auch wenn sich der praktische Nutzen vielleicht nicht zwingend jedem erschließen mag, so finde ich es schon rein technisch wirklich beeindruckend.

Mehr zu diesem Projekt mit dem Namen „Operation Night Watch“, in dessen Rahmen auch verloren gegangene Teile des ursprünglichen Gemäldes digital restauriert wurden, findet man auf der Website des Rijksmuseums. Dort wird der gesamte Prozess auch etwas detaillierter beschrieben und in diversen Videos dargestellt.

Mirko

Hallo, ich bin Mirko und blogge (mit Unterbrechungen) seit 2004. Ich bin seit 30 Jahren in der IT tätig, kreativer Kopf und Freizeitfotograf mit langjähriger Erfahrung auch im Bereich Design und Bildbearbeitung.

Ich fotografiere aktuell mit meiner Nikon D750, bevorzugt Menschen. Bearbeitet werden meine Aufnahmen in der Regel in Adobe Lightroom Classic und Adobe Photoshop. Einfach, weil ich gefühlt schon immer damit arbeite.

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